Zinserhöhung, Rekordinflation, Baukosteninferno: Wann ist der richtige Zeitpunkt, zu verkaufen?
Noch gibt es sie, die einflussreichen Stimmen in der EZB, die zur Vorsicht bei einer Zinserhöhung mahnen. Aber sie werden leiser. Und geben wahrscheinlich bald dem Druck nach. Mit Blick auf die FED in Amerika, stehen auch wir in Europa vor einschneidenden Zinsveränderungen. Alle Zeichen stehen auf Zinserhöhung. Wer aktuell einen Baukredit anfragt, bei dem sind Zinserhöhungen bereits bittere Realität. Nicht wenige müssen von ihren Vorhaben, sich den Traum der eigenen vier Wände zu verwirklichen, ganz ablassen. Laut Baufinanzierungsvermittler Interhyp kosteten 10-Jahres-Darlehen Anfang Mai 2022 im Durchschnitt 2,6%. Das sieht rechnerisch für eine 250.000€ Eigentumswohnung im Vergleich zum Vorjahr wie folgt aus (ohne Nebenkosten):
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TSS Immobilien

Inhalt: Zinserhöhung, Rekordinflation, Baukosteninferno: Wann ist der richtige Zeitpunkt, zu verkaufen?

20% Eigenkapital: 50.000€
Bankdarlehen (3,6%): 200.000€
Kapitaldienst (3,6% Zins, 2% Tilgung): 11.200€ p.a.

Vor knapp zwei Jahren sah das noch wie folgt aus:‘
20% Eigenkapital: 50.000€
Bankdarlehen (1,6%): 200.000€
Kapitaldienst (1,6% Zins, 2% Tilgung): 7.200€ p.a.

Das sind sage und schreibe 333,33€ Mehrbelastung pro Monat.

Und damit nicht getan. Die Inflation in Deutschland erreichte Ende 2022 knapp 9% und steht Januar 2024 immer noch bei ca. 3%. Die persönliche Inflation sieht sicher noch einmal um einiges düsterer aus. Insbesondere, wer auf das Auto angewiesen ist und sich halbwegs gesund ernähren möchte, für den ist das Leben um ein Vielfaches teurer geworden. Die höhere monatliche Belastung: Für viele unzumutbar, selbst mit gutem Einkommen.

Für Investmentimmobilien besteht hier ein besonderer Druck, da zu den höheren Zinsen Banken zusätzliche Sicherheiten von häufig aktuell nicht weniger als 20% voraussetzen. In Verbindung mit den gestiegenen Zinsen ist die Rentabilität von Investmentimmobilien in vielen Fällen nicht mehr oder nur sehr knapp gegeben. Das wirkt sich seit ein bis zwei Jahren auch auf die Immobilienpreise aus.

Historische Daten nach Krisen, wie wir sie aktuell erleben, gibt es zuhauf. Im Zuge der Wirtschaftskrise 2008/2009 setzte der Immobilienmarkt in den USA, Niederlanden und Großbritannien um rund 20% zurück. Deutschland blieb davon nur deshalb weitgehend verschont, weil der Entwicklung keine Boomphase vorausging. Das ist nun deutlich anders. Die Immobilienpreise kannten nach 2010 nur eine Richtung. Nach oben! Und so könnten auch hierzulande, die Preise in den kommenden Jahren weiter nachgeben.

Wann sollten Sie Ihre Immobilie verkaufen?

Der beste Zeitpunkt, um konkret darüber zu sprechen, ist JETZT. Die geo- und zinspolitischen Auswirkungen haben die Immobilienpreise von Bestandsimmobilien längst erreicht. Die meisten Analysten, so auch z.B. die Spezialisten von LBBW Research, gehen davon aus, dass die Preise in diesem Jahr wieder etwas zulegen. Auf lange Sicht dürfte es sich mit stark steigenden Preisen erledigt haben. Wenn Sie ohnehin geplant haben, Ihre Immobilie in den nächsten zwei bis drei Jahren zu veräußern, ist womöglich jetzt wieder ein guter Zeitpunkt gegeben.

Mit Blick auf die Inflation könnte man meinen, dass die Immobilie immer noch das wohl beste Asset ist, um diese Phase zu meistern. Erhöhte Inflation gleich schnellere Tilgung. Doch Vorsicht: Auch alles andere wird teurer. Die Risiken für den Wohnimmobilienmarkt haben deshalb weiterhin stark zugenommen. Denn wenn alles immer teurer wird, wirkt sich das auch auf energetische Sanierungen aus, die in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit politisch in konkrete Wege geleitet werden. Viele Eigentümer scheuen schon jetzt den Aufwand, den solche Sanierungen mit sich bringen. Dies birgt insbesondere dann ein erhöhtes Risiko, wenn zukünftige Interessenten das bei ihren Angeboten einpreisen müssen. Die CO2-Umlage ist bereits jetzt Bestandteil von Kaufpreisverhandlungen.

Die ebenfalls gestiegenen Heizkosten wirken sich insbesondere seit Anfang 2023 desaströs auf die Zahlungsfähigkeit von Mieterinnen und Mietern auswirken. Wer jetzt seinen Mietern nicht bereits empfiehlt, freiwillig etwas beiseite zu legen, könnte mit hohen Zahlungsverzögerungen ebenfalls an seine Rücklagen gehen müssen.

Boomphase hat ein Ende

Das seit insbesondere 2015 historisch niedrige Zinsniveau machte aus Immobilien eine auch für Einsteiger beliebte Anlageklasse. Diese Periode war gekennzeichnet durch ausschließlich steigende Immobilienpreise. Wir stehen spätestens seit dem aktuellen Konflikt in Europa nun aber vor einer essenziellen Neubewertung von Immobilien in Deutschland. Die Spezialisten von LBBW Research haben in Ihrem Report „Wohnimmobilien vor der Zeitenwende“ zusammengetragen, was uns bevorstehen könnte. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Langfristzinsen etwas über dem aktuellen Niveau bleiben werden. Die Realzinsen bleiben, aufgrund der Inflation, noch negativ, so die Berechnung.

Sollte sich die Inflation allerdings mittelfristig wieder bei um die 2% einpendeln und die Zinsen auf höherem Niveau verbleiben, kommen wir in Verbindung mit den anstehenden energetischen Ertüchtigungen des Gebäudebestands nicht mehr umhin: Sie werden weiter niedrigere Kaufpreise akzeptieren müssen.

Melden Sie sich deshalb am besten jetzt bei uns, wenn Sie in den kommenden 6 bis 12 Monaten einen Immobilienverkauf planen.

Diese Gründe sprechen für den Verkauf über unser Verkaufsteam:

  • Wir nehmen Ihnen in der Regel alle Schritte im Verkaufsprozess ab und ersparen Ihnen Kosten und noch wichtiger: Zeit!
  • Mit unserer Expertise ermitteln wir den optimalen Verkaufspreis Ihrer Immobilie
  • Wir finden häufig und schneller einen passenden Käufer, weil unsere Stammkunden regelmäßig über uns kaufen.
  • Wir kennen uns in Rechtsfragen bestens aus und können auch in Kaufvertragsangelegenheiten an Ihrer Seite mit Interessenten vermitteln oder schwierige Grundbuchverhältnisse auflösen.
  • Wir beraten Sie in allen Belangen und stehen sowohl Ihnen als auch Ihren Interessenten jederzeit zur Verfügung.
  • Wir schützen Ihre Zeit, in dem wir nur mit denjenigen Interessenten auf Sie zukommen, die einen Ankauf auch tatsächlich realisieren können. Wir übernehmen die Vorauswahl und prüfen Bonität und Eignung für Ihre Immobilie.

Hinweis: 

Bitte beachten Sie, dass trotz sorgfältigster Recherche unsere Ratgeber keine Rechts- und Steuerberatungen ersetzen können und Fehler niemals ausgeschlossen werden können. Jede Situation ist individuell und wir empfehlen daher immer auch, einen Steuerberater oder bei Bedarf Rechtsanwalt zu konsultieren.

Sollte Ihnen beim Lesen unseres Artikels ein Fehler aufgefallen sein, freuen wir uns über einen Hinweis und versuchen dies schnell zu korrigieren.

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